| 3.–4. Klasse (Marc) | Freitag 16:00−17:15 Uhr |
| 4.–5. Klasse (Ivan) | Dienstag 17:00−18:15 Uhr oder Samstag 14:30−15:45 Uhr |
| 6.–7. Klasse (Ivan) | Donnerstag 17:00−18:15 Uhr oder Freitag 16:00−17:15 Uhr oder Samstag 16:00−17:15 Uhr |
| 7.–8. Klasse (Felix) | Dienstag 17:00–18:15 Uhr, Start ab 12. Oktober |
| 8.–9. Klasse (Felix) | Montag 16:45–18:00 Uhr, Start ab 12. Oktober |
| Zeitraum: | 5.10.2026–30.07.2027, Ferien und September ausgeschlossen |
| Kosten: | 80€ pro Monat (siehe Kosten) |
| Voraussetzungen: | Gute Mathematikkenntnisse |

Seit 2023 haben unsere Online-Mathematikkurse schon mehr als 70 interessierte Kinder aus ganz Deutschland zusammengebracht. Gemeinsam lösen wir spannende Knobelaufgaben, entdecken neue mathematische Konzepte und trainieren selbstständiges Denken. Unsere Schüler sammeln wertvolle Erfahrungen bei Wettbewerben wie Mathe-Känguru, Pangea und der Deutschen Mathematik-Olympiade und werden dort auch immer wieder ausgezeichnet.
Was sind unsere Ziele?
Für die Entwicklung in jedem Bereich ist es wichtig, jemanden kennenzulernen, der dieselben Interessen teilt. Kinder, die sich besonders für Mathematik begeistern, stoßen damit in ihrem schulischen Umfeld oft auf wenig Verständnis. Allein die Idee, sich freiwillig mit komplizierten Matheaufgaben zu beschäftigen, klingt für die meisten Schüler bestenfalls eigenartig.
Wir möchten genau der Ort sein, an dem Kinder, denen die Schulmathematik nicht genug ist, Gleichgesinnte finden und sich wohlfühlen. Wir bemühen uns, in jeder Gruppe eine besondere Arbeitsatmosphäre zu schaffen, die von gegenseitigem Respekt, Unterstützung und gesundem Humor geprägt ist — eine Atmosphäre, in der Interesse und kreatives Denken gefördert werden und Fehler als notwendiger und ganz natürlicher Teil des Lernens gelten.
Viele unserer Schüler sind erfolgreich bei Mathematikwettbewerben wie Känguru, Pangea und der Deutschen Mathematik-Olympiade. Wir begrüßen die Teilnahme an solchen Wettbewerben sehr und freuen uns über jeden, der sich einer solchen Herausforderung stellt. Solche Erlebnisse können ein Kind weit über die Mathematik hinaus motivieren und sein Selbstvertrauen stärken. Wir legen großen Wert auf eine gute Vorbereitung, analysieren im Unterricht viele Aufgaben aus vergangenen Jahren und unterstützen unsere Schüler bei Bedarf auch individuell.
Wir sind stolz auf die Leistungen unserer Schüler, doch sie stehen für uns nicht im Vordergrund. Viel wichtiger ist uns, dass die Kinder die mathematische Kultur für sich entdecken, lernen, sich ohne unnötigen Stress an schwierige Aufgaben heranzuwagen, und konstruktive Kommunikation erleben. Seit drei Jahren beobachten wir mit großer Freude, wie unsere Schüler in ihrem Denken und Handeln reifer werden. Das gibt auch uns den größten Antrieb, weiterzumachen.
Nur über den Bildschirm?
Ein großer Vorteil des Online-Formats ist die Möglichkeit für interessierte Kinder aus ganz Deutschland und darüber hinaus, an unserem Unterricht teilzunehmen. Was uns dabei aber manchmal fehlt, ist der persönliche Kontakt.
Im Sommer 2026 haben wir zum ersten Mal ein Treffen vor Ort mit unseren Schülern der 5.–6. Klassen in München veranstaltet. Während des mehrtägigen Workshops haben wir gemeinsam neue Olympiadenaufgaben erfunden und Teamwettbewerbe ausgetragen. Dabei gab es viel freundschaftlichen Austausch. Es war schön zu sehen, wie die Kinder, die sich seit mehreren Jahren nur vom Bildschirm kannten, einander nun endlich auch persönlich kennenlernen konnten.
Für die Zukunft planen wir, solche Treffen regelmäßig zu veranstalten — auch im Rahmen unseres jährlichen Mathecamps in Benediktbeuern, das in der ersten Augustwoche stattfindet.


Ivan Rodionov über seine Gruppen der 3.–7. Klassen:
Was lernen wir?
Wir lösen Knobelaufgaben, in denen nicht nur Zahlen, sondern Logik und gesunder Menschenverstand entscheidend sind. Wir vertiefen uns in die Bereiche Zahlentheorie, Algebra, Kombinatorik und Geometrie. Wir lernen, Gedankengänge zu entwickeln und Hypothesen aufzustellen, unseren eigenen Standpunkt zu begründen und offen zuzugeben, falls wir uns geirrt haben. In den jüngeren Gruppen wird der Stoff auf einer intuitiven und spielerischen Ebene behandelt, in den höheren Klassen kommt zunehmend „erwachsene“ mathematische Sprache dazu.
Unser Kurs versteht sich nicht als Nachhilfe für den Mathematikunterricht in der Schule, sondern als dessen Erweiterung. Viele unserer Aufgaben gehen bewusst über den Lehrplan der jeweiligen Klassenstufe hinaus.
Wie läuft der Unterricht ab?
Eine typische Unterrichtsstunde läuft nach folgendem Plan ab:
− Besprechung der Hausaufgaben. Für jede Aufgabe stellt ein freiwilliger Schüler ausführlich seinen Lösungsweg vor, der vom Dozenten interaktiv auf der Tafel veranschaulicht wird. Danach wird gemeinsam diskutiert, alternative Lösungswege und mögliche Erweiterungen der Aufgabe werden vorgeschlagen.
− Einführung in das Thema. Der Dozent erklärt einen theoretischen Sachverhalt, eine neue Methode oder einen neuen Aufgabentyp. Die Schüler machen sich mit dem Thema vertraut, stellen Fragen und bringen ihre eigenen Ideen und Beobachtungen ein.
− Selbstständige Arbeit. Die Schüler bearbeiten eine gemeinsame Aufgabe oder leicht unterschiedliche individuelle Varianten. Die Lösungen schicken sie direkt an den Dozenten und bekommen schnelle Rückmeldungen. Anschließend wird die Aufgabe gemeinsam besprochen und alle offenen Fragen werden geklärt.
Dazu veranstalten wir regelmäßig mathematische Quizze und Mannschaftsspiele mit Breakout Rooms, die den Unterricht abwechslungsreicher machen und die Schüler näher zusammenbringen.
Felix Günther über seine Gruppen der 7.–9. Klassen:
Was lernen wir?
In den Kursen der Klassen 7–8 und 8–9 rücken das systematische Denken und das präzise Begründen in den Fokus. Die Zirkel richten sich an Schülerinnen und Schüler, die Neugier mitbringen, Freude am Ausprobieren haben und neue mathematische Sachverhalte kennenlernen möchten. Dabei baut der Kurs der 8. und 9. Klasse inhaltlich auf dem vorherigen Zirkel auf. Während wir im ersten Jahr die Grundlagen in Zahlentheorie, Invarianten, mathematischen Spielen, Färbungen und Geometrie legen, vertiefen und erweitern wir diese Themen im darauffolgenden Jahr, wo wir uns dann auch mit Kombinatorik und Graphentheorie beschäftigen werden.
Wie läuft der Unterricht ab?
Der Unterricht kombiniert gemeinsame Erarbeitungsphasen mit individuellem Problemlösen. Neue Inhalte werden zunächst präsentiert und den Teilnehmenden als PDF zur Verfügung gestellt. Anschließend knobeln die Kinder in konzentrierter Einzelarbeit oder diskutieren Lösungsansätze in Kleingruppen über Zoom-Breakout-Räume. Um das Gelernte zu festigen, gibt es Hausaufgaben zur Bearbeitung daheim, deren Lösungswege wir zu Beginn der jeweils kommenden Stunde ausführlich besprechen.
Besonderen Wert legen wir, gerade zur Vorbereitung auf Wettbewerbe, auf das Erlernen eines sauberen und schlüssigen Argumentierens. Die Teilnehmenden verinnerlichen, dass ein einzelnes Beispiel oder bloßes Nachmessen keinen mathematischen Beweis darstellt. Sie üben, Aussagen lückenlos zu begründen und bekannte Sachverhalte korrekt heranzuziehen. Da dies ein anspruchsvoller Lernprozess ist, der sich über die gesamte Dauer des Zirkels erstreckt, erwarten wir diese Präzision keineswegs schon zu Beginn. Aktive Mitarbeit und der Spaß am Mitdenken stehen stets im Vordergrund.
Haben Sie Fragen?
Rufen Sie uns gerne gleich an oder schreiben Sie eine E-Mail:
0151 701 66 162 | lyzeum.muenchen@gmail.com


